Lebenskraft – ein Faktor in Zeiten von Corona

Ein Thema in der Klassischen Homöopathie ist die sog. Lebenskraft… Dr. Samuel Hahnemann, 1755-1843, Begründer dieser Lehre, entwickelte das Konzept der sog. Lebenskraft Ende des 18. Jahrhunderts. Bis Anfang des 19. Jahrhundertswurde es weiter vom Arzt Christof Wilhelm Hufeland spezifiziertDie Lebenskraft steuert – nach Auffassung der Klassischen Homöopathie – die Immunabwehr. So lautet die These. D.h., ist der Menschen ausgeglichen und fühlt sich innerlich gut, so funktioniert größtenteils auch der Körper und damit die Lebenskraft vollständig. Im Studium der Anatomie, Physiologie und Pathologie wurde mir klar, dass der menschliche Körper ein ziemlich perfekt angelegtes und durchdachtes System ist.

In Wahrheit sind wir täglich von einer Vielzahl von Bakterien und Viren umgeben. Salopp gesagt:  tot umfallen oder krank werden, das tun wir nicht. Wir bleiben größtenteils gesund. Der geringere Teil erkrankt. Das ist spektakulärer.

Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind Menschen, deren Lebenskraft geschwächt sein kann und unterstützt werden muss. Daher funktioniert hier das Immunsystem nicht mehr vollständig und sollte angeregt werden.

Wann werden wir krank? Wann werde ich krank? Oft, wenn es einen Einbruch meines allgemeinen guten seelischen Befindens gibt. Dauerstress, zu viel los, Trauer, Verlust, Scheitern, Beziehungsprobleme, Ängste, große Herausforderungen. Wie ein gewisses innerliches, seelisches „Gebrochensein“. Dann haben bei mir Krankheitserreger eine Chance. Sonst weitaus weniger. Meistens bekomme ich persönlich einen „Lippenherpes“. Als Kind an Windpocken erkrankt, lagern diese Viren im Rückenmark. Die innerlich gefühlte Schwäche beeinflusst meine Lebenskraft und diese meine Immunabwehr insofern, als dass ankommende Viren und Bakterien nicht mehr natürlich abgewehrt werden.

Kommen wir zum inneren Gleichgewicht, das unsere Lebenskraft stärkt: Was trägt dazu bei? M.A.n. handelt es sich unter anderem auch um ein Maß an Ausgewogenheit in all unseren täglichen Aktivitäten.  Sind wir ausgeglichen und fühlen uns innerlich gut, so funktioniert größtenteils auch der Körper und damit die Lebenskraft .

Einige Aspekte und das System von Dr. Nossrat Peseschkian, habe ich bereits in meinem Blog 5 vorgestellt. So der Mensch alle 4 u.g. Aspekte des Lebens ausgewogen bedient – kann er/sie seine/ihre innere, seelische Gesundheit aufrecht erhalten. Er/sie kann tun, was im persönlichen  Bereich möglich ist. Dies sind die Aspekte:

Die vier Aspekte menschlicher Ausgeglichenheit und seelischen Wohlbefindens[1]

Da wir dazu neigen, o.g. Aspekte nicht ausgewogen zu bedienen, kommt es zu Ungleichgewichten. Die Möglichkeit zu erkranken, liegt dann höher.


[1]Frei nach Aufzeichnungen eines Vortrags von Dr. Peseschkian

Die Vorstellung einer Lebenskraft wurde als Gesundheits- und Krankheitskonzeption von dem Arzt Christoph Wilhelm Hufeland Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts differenziert beschrieben. Hufeland nahm Elemente aus dem „Animismus“ oder Psychodynamismus Georg Ernst Stahls, aus dem Vitalismus von Théophile de Bordeu und Paul-Joseph Barthez und aus der Irritabilitätstheorie Albrecht von Hallers auf. Vom Brownianismus grenzte er sich ausdrücklich ab.Krankheit sei eine Beeinträchtigung der Lebenskraft beziehungsweise der Lebenskräfte durch krankmachende Reize. Sichtbare Zeichen der Krankheit seien Heilreaktionen der Lebenskraft auf solche Krankheitsreize. Die Heilkraft der Natur (vis medicatrix naturae) und die Lebenskraft seien wesensgleich, wenn nicht identisch. Jedes therapeutische Handeln des Arztes wie auch jede Selbstbehandlung durch den Patienten solle die individuelle Lebenskraft unterstützen. Insgesamt habe sich das ärztliche Handeln am Prinzip des contraria contrariis zu orientieren. Dabei empfahl Hufeland neben der vorsichtigen Anwendung von Medikamenten die Beachtung diätetischer Regeln und physikalische Therapien (zum Beispiel als Wasseranwendungen). Auf Hufelands Konzept gehen Impulse für die Entwicklung der Naturheilkunde im 19. Jahrhundert zurück.

Hufeland sah als Grundursache aller Lebensvorgänge und als Selbsterhaltungsprinzip des Organismus eine allgemeine Lebenskraft mit weiteren Teilkräften:

  • eine erhaltende Kraft,
  • eine regenerierende und neubildende Kraft,
  • eine besondere Lebenskraft des Blutes,
  • eine Nervenkraft,
  • eine Kraft, die eine allgemeine Reizfähigkeit des Körpers bewirke, sowie
  • eine Kraft, die eine spezifische Reizfähigkeit des Körpers bewirke.

1 Kommentar

  1. Die Alternativmedizin ist ein wichtiger Faktor in der heutigen Zeit. Vor allem im Rahmen von Corona sollten Menschen vielleicht einen anderen Ansatz in Betracht ziehen. Ob beim Naturheilpraktiker der auch durch Bioresonanz Bern.

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