Milch – dahinter geschaut …

Kinder brauchen gute Milch zum Aufbau des Körpers! Das haben wir gelernt: Milch ist so gesund! Milch mit wichtigen Inhaltsstoffen zum Aufbau des Körpers. Diese Meinung hat sich bis heute fortgesetzt und zieht sich bis ins Erwachsenenleben. 

Dies, obwohl wir heute alle durch eine veränderte Lebensweise auch umdenken müssen in Bezug auf die Zusammenstellung unserer Nahrung. Was für unsere Großeltern galt, ist heutzutage längst nicht mehr richtig. Wir müssen in Betracht ziehen, dass unsere Großeltern ganz anderen Herausforderungen ausgesetzt waren. Milch, Fett, Kartoffeln und Brot waren für die Schwerstarbeit und für die Herausforderungen im- und nach den Kriegen Substanz gebend. Der Preis für Milch, Fleisch, Eier, Speck und Butter verbot den Überkonsum schlechthin. Billig waren dagegen Weißkohl, Wirsingkohl, Karotte, Kohlrabi, Radieschen, Rettich und die Rübe. Hauptnahrung der Menschen, die sich weniger leisten konnten. Dabei sorgten gerade eben diese erwähnten Gemüsesorten dafür, dass die Menschen basisch konditioniert wurden und damit oftmals eine starke Gesundheit aufwiesen.

Heutzutage herrscht Überkonsum und Überproduktion, zumindest auf der nördlichen Halbkugel. Das hat zur Folge, dass wir von den oben erwähnten “Genussmitteln” auf jeden Fall zu viel zu uns nehmen.

Kommen wir zurück zum Thema Milch. Es gibt zunehmend kritische Stimmen aus der Wissenschaft. So wird in der Kuhmilch und ihren Produkten z.B. die Ursache für viele Allergien, Neurodermitis und Rheuma gesehen. Oftmals werden spontane Erfolge bei Allergien und Rheuma erzielt, wenn man Milch und Milchprodukte vom Speiseplan verbannt. 

Tatsache ist, dass in der Kuhmilch das 300-fache an Proteinen im Vergleich zu menschlicher Milch (Muttermilch) vorliegt. Das Kalb, das Kuhmilch bekommt, steht sofort auf. Der Säugling, der Muttermilch bekommt, steht im Duchschnitt nach 180 Tagen auf. In der Kuhmilch kommt “Kasein” vor. Dieses “Kasein” wird durch das Ferment “Renin” aufgespalten. Die Aufspaltung der Milch erfolgt beim Säugling durch den “Bazillus bifidus”, der in der Muttermilch vorkommt. Nach dem Abstillen werden große Teile des “Kasein” nicht verdaut. Wenn ein Säugling Kuhmilch trinkt, kommt es oft zu einer Reizung des Magens und dies kann zu Blut- und Eisenverlust führen.

Außerdem befindet sich in der Milch Milchzucker, die “Laktose”. Diese wird durch das Enzym “Laktase” und die “Betagalaktosidase” in Glucose und Galactose aufgespalten. Beide Enzyme werden bei der Abgewöhnung der Muttermilch reduziert, entweder komplett oder teilweise. D.h. unverdaut wirkt die Laktose wie ein Fremdkörper. Diese dann im Blut zirkulierenden “Fremdkörper” bilden einen Krankheitsreiz.

Es gibt Forschungen darüber, dass der Juvenile Diabetes (Typ I.) durch Kuhmilch ausgelöst wird. Näheres hierzu: Prof. Dr. Walter Veith, Südafrika, “Risikofaktor Milch” (YouTube).

Eine Alternative bieten Sojaprodukte, samt Tofu. Wer es gelernt hat, mit Soja umzugehen, kann köstliche Speisen daraus zubereiten. Soja ist auch deshalb so empfehlenswert, weil es sehr wenig Broteinheiten (BE) misst und neben allen anderen Vitaminen und Mineralien einen hohen Kalziumgehalt hat, für den die Bioverwertbarkeit im Körper ausgezeichnet ist. Es sei auch darauf hingewiesen, dass ein Überkonsum an Getreide (in Vollkornmehlen, Kleie, Erdnüssen) durch die darin enthaltene “Phytinsäure” die Kalziumaufnahme im Körper vermindert. 

Also, vorsichtiger und differenzierter mit alteingesessenen Regeln umgehen. Unsere Welt hat sich verändert, wir wissen mehr über verschiedene´Zusammenhänge, wir sind aufgeklärter geworden.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.