Süßes – für immer verboten?

Sonntagnachmittag ein Stückchen Kuchen zum Kaffee, Gelegentlich eine schöne Schokolade  Oder aber die bezaubernden süßen Desserts, die zu einem besonders guten Menü geradezu gehören  Zu Geburtstagen, zu Weihnachten oder anderen großen Familienfesten erfreut ein großes Kuchenbüffet Herz und Sinne. Süßes ist auch Tradition und allemal ein Stück Kultur. Sicher – Zucker, Honig und deren uns bekannte Abkömmlinge sind durch die Ernährungswissenschaften als Krankmacher, Suchtauslöser- und Unterstützer und Schlappmacher bekannt. Wer will schon für immer verzichten auf all die süßen “Tröster”, die für uns einfach zur Lebensqualität gehören.

Dennoch: zuviel Zucker – Industriezucker – verklebt mit Eiweiß und schädigt so die Zellen und Gefäße. Übergewicht und Diabetes ist die Gefahr. Übergewicht und Diabetes nehmen weltweit zu und schaden beide dem Gehirn. 

Ein wesentliches Problem liegt im Überkonsum und im Maß. Wir wissen zudem aus der Makrobiotik, dass Kohlehydrate wozu der Zucker auch zählt, nicht sättigen. Wir wollen mehr, mehr, mehr davon … 

Wir können – was Heißhunger betrifft – zwischenablenken mit: 

  • Karotten
  • Radieschen
  • Kohlrabi
  • Stangensellerie
  • Blumenkohlröschen
  • Rettich
  • Paprika

Am Besten am Morgen sich ein Schraubglas voll dieser Gemüse schnibbeln, auf den Schreibtisch stellen (griffbereit) und immer mal wieder naschen. Ergebnis: wir sind gesättigt und entschlacken den Körper.

Kommen wir zurück zur süßen Seite:

Eine Alternative zu Zucker ist das Produkt „Stevia“. Es ist süßer als Zucker und sogar zum Backen geeignet. Stevia gilt schon seit Jahren als Geheimtipp für den Ersatz von Zucker. Der Natursüßstoff ist rund 300-mal süßer als Zucker, hat null Kalorien und soll sogar Kariesbildung verhindern.[1]

Als Nächstes kommen wir zum Fruchtzucker. Fructose, der Zucker aus der Frucht. Er gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den Kohlenhydraten. Anders als Haushaltszucker wird er allerdings unabhängig vom Hormon Insulin verstoffwechselt, das heißt: Er löst keine Heißhungerattacken aus und gefährdet nicht, Diabetes II, Altersdiabetes, zu bekommen. Fructose wird direkt in der Leber – und ganz ohne Insulin – verarbeitet.

Wegen des hohen Säuregehaltes werden Früchte – abgesehen von Bananen, Datteln und Feigen – vom Organismus  wie Eiweiß vorverdaut. Eiweiß hat einen hohen Sättigungsfaktor und löst nicht permanenten Heißhunger aus. Als Tipp ist hier das „Backbuch zur Trennkost“ von Ingrid Schliesske zu empfehlen, das unter www.vegetarischerversand.de bestellt werden kann

Nach dem Essen etwas Süßes zu sich nehmen ist durchaus empfehlenswert, da „süß“ zufrieden macht, beruhigt und Nahrung für die Seele ist. Süß ist natürlich nicht gleich süß. 

Auch die ayurvedische Kochkunst hat süßes Gebäck, süße Knabbereien, süßes Konfekt im Programm – das schmeckt! Diese süßen Backwaren bestehen meist aus getrockneten Früchten, Gewürzen, Nüssen, Kokos, Orangensaft – zusammen mit Kichererbsen-Mehl (reich an Vitamin B und sattmachend!) – perfekt!

Süßer Geschmack wird im Ayurveda den Elementen Erde und Wasser zugeordnet (schwer und kühl) und damit hauptsächlich dem Kapha-Dosha (neben Pitta und Vata, die durch Süßes eine Reduktion erfahren). Süß ist der nahrhafteste aller Geschmäcker (das wissen Leckermäuler sowieso nur zu gut) und sorgt dafür, dass wir mit beiden Beinen auf der Erde bleiben. Süß fördert weiter die Fruchtbarkeit und Vitalität, nährt Blutplasma, Nerven und Gewebe und lässt uns mit unserem Köper mehr oder weniger in schönster Kreativität eins werden…

…vorausgesetzt, wir essen nicht zu viel Süßes! Das macht uns nämlich schlapp, sagt auch die ayurvedische Ernährungslehre. Und dann ist es schnell vorbei mit dem Glücklichsein, all der Liebe, Freude, Zufriedenheit und Zärtlichkeit – also mit allem, das durch Süßes gefördert werden soll. Schnell überwiegen Schwerheit, Trägheit, Antriebslosigkeit, ja sogar Anhaftung und Gier. Darüber hinaus führt zu viel Süßes angeblich zu Übergewicht, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Tumoren und einer Vergrößerung der Schilddrüse.

So ist es im Ayurveda und bei der Trennkost wie auch sonst im Leben: Kaum etwas ist verboten, (fast) alles ist erlaubt – aber nicht immer, nicht für jede/n, nicht immer zusammen – und ganz sicher nicht rauen Mengen.

Also, der Möglichkeiten gibt es mehrere …


[1]   Quelle: Wikipedia

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