Unzertrennlich: Essen und Gesundheit

In Brokkoli und Tomaten, in Kohl, Karotten und Zwiebeln entdecken Wissenschaftler immer mehr und neue Substanzen, die dem Körper zur Gesunderhaltung dienen. Einige davon können sogar die Bildung bösartiger Tumore hemmen.

Ein Experiment: Wochenlang aßen Freiwillige streng japanisch – Sushi, Sukiyaki, und Soja im Dienst der Wissenschaft. An der Uniklinik Heidelberg wurde geforscht, warum die Menschen „Im Land der aufgehenden Sonne“ so viel seltener an Prostata- und Brustkrebs erkranken als etwa Europäer und Amerikaner. Des Rätsels Lösung fand sich in der Urinprobe. Darin fanden die Wissenschaftler bei ihren Probanden dreißigfach erhöhte Werte an Genistein, eine Substanz, die in Soja zu finden ist. Soja wird in Japan bei fast jeder Mahlzeit verwendet.

Nicht nur Soja haben die Mediziner und Biochemiker derzeit im Blick. Bei fast allen Sorten von Grünzeug und Obst werden deren Inhaltsstoffe untersucht. Ob Sauerkraut, Blumenkohl, Äpfel oder Trauben, alle Substanzen werden isoliert und auf ihre Wirkweise untersucht und analysiert. Dabei stoßen die Forscher auf immer neue Bestandteile, die beweisen: Gemüse und Obst halten nicht nur mit ihren Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien fit, sondern enthalten offenbar auch viele bislang unbekannte Krebskiller.

Grünkohl z.B. hält Dr. Bernhard Watzl vom Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung  in Karlsruhe für einen kraftvollen Gesundmacher. Seine Inhaltsstoffe helfen, gleich mehreren Krebsarten vorzubeugen, z.B. Lungentumoren. Die neu entdeckten Hoffnungsträger vom Feld und aus dem Garten tragen so zungenbrecherische Namen wie Sulforaphan, Indol-3-Carbinol und Phenäthyl-Isothiozyanat. Diese drei und hunderte ihrer chemischen Verwandten finden sich allein in Brokkoli. Diese Kohlart ist derzeit der Star unter den Anti-Krebs-Gemüsen. Die sogenannten Phytochemikalien oder sekundären Pflanzenstoffe wurden früher ignoriert.

Wer öfter Kohlrabi, Radieschen, Sellerie (Knolle oder Stange), Chicorée, Blumenkohlröschen, Rote Beete, Karotten, Zwiebel oder Blätter des Radiccio (im sog. „Zauberglas“, zusammengeschnitten auf dem Schreibtisch! Siehe meinen Onlinekurs) zu sich nimmt hat ein verringertes Risiko an Krebserkrankungen des Darms, der Gebärmutter oder der Zunge zu erkranken. Einer griechischen Studie zufolge errechnete diese für Athener Frauen ein gegenüber dem Durchschnitt fünffach geringeres Brustkrebsrisiko, falls bei ihnen oft Salat, Gurken und Möhren, auf dem Speisezettel stehen.

Brokkoli: Drei seiner Stoffgruppen wirken krebshemmend, besonders im Verdauungstrakt,

Tomate: Reduziert die Bildung krebserregender Nitrosamine, die sich etwa nach Genuss von Grillfleisch entwickeln (oft wird ja Tomate zu Grillfleisch gereicht …),

Soja: Gilt als Waffe gegen Darmkrebs und Prostataleiden,

Zitrone: Senkt beim Menschen das Risiko von Speiseröhrenkrebs,

Zwiebel: bekämpft Bakterien und hemmt die Entstehung von krebsauslösenden Stoffen,

Karotte: Mindert das Risiko von Lungenkrebs und stärkt das Immunsystem.

Fazit: Der Verzehr von viel frischem, rohen Gemüse und Obst  sollte den größeren Teil unseres täglichen Speiseplanes ausmachen. Heimisches Obst und Gemüse, der Jahreszeit entsprechend ist  zu empfehlen.

Hier noch ein Rezept für den „Körperlichen Wohlfühltag“ ohne Hunger und ohne zuzunehmen!

Das Frühstück:

Müsli-Rezept (Eiweißvorverdauung): Starten wir mit einem Apfel- (ein Apfel – mittelgroß), Erdbeer- (200g), Himbeer (100g)-, Birnen-, Grapefruit- oder Ananasmüsli (2 fingerdicke Scheiben). Den Apfel raspeln wir, nehmen – auch zu den anderen Früchten – 100g Magerquark oder Joghurt jeweils hinzu, 1 leicht gehäuften Teel. geschroteten Leinsamen, 1 Teel. Öl (mit ungesättigten Fettsäuren, also Distel-, Sonnenblumen (dunkle Flaschen) oder Leinöl), 1 Walnuss und einige Rosinen. Wir mengen alles untereinander. Fertig ist das Fitnessfrühstück!

Müsli-Rezept (Kohlehydratvorverdauung) Bananen-Müsli: 100g Joghurt (3,5%), 1 kleine Banane in Scheiben geschnitten, einige Rosinen, 1 EL Haferflocken, 1 grob gehackte Walnuss, 1 TL Leinsamen. Alles zusammenrühren.

Der Mittag:

(Kohlehydratvorverdauung) 1 Knäckebrot und 1 große oder 2 kleine Scheiben Vollkornbrot. Belag: Butter dünn mit Salami, rohem Schinken, Räucherlachs, Quark mit Schnittlauch, dünn Käse über 60% Fett i.Tr., Tomaten, Zwiebeln, Radieschen, gebr. Zwiebeln.

Der Abend:

(Eiweißvorverdauung) Salat: Frühstücksteller mit Salaten der Wahl, wenig Dressing.

Gemüse: 200 – 250g Gemüse gegart, gewürzt nach Belieben mit einer Messerspitze Butter oder 1 Teel. Crème fraiche.

Fleisch: ca. 60 – 100g natur gebraten, gekocht oder geschmort oder Soja: der ideale Proteinlieferant verbrennt im Körper schlackenfrei; Supersattmacher; Calciumlieferant.

Dessert: 1 kl. Stück Obst od. 1 Schnitz Melone, Joghurt/Quark mit frischen Früchten od. Obst von beiden Seiten gebraten.

Das Rezept unterliegt den Regeln der Trennkost. Wir wechseln Eiweißvorverdauung und Kohlehydratvorverdauung ab. In der Regel: Morgens was der Körper als „Eiweiß“ vorverdaut, mittags, was er als „Kohlehydrat“ vorverdaut und abends wieder „Eiweiß“. 3 Stunden sind mindestens jeweils dazwischen. Weitere leckere Rezepte in gibt es in meinem Onlinekurs.

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